Wasser ist Leben – Weltwassertag 2020

Die Wasserressourcen der Welt sind in beispielloser Weise bedroht. Daran erinnert der Verein Malawihilfe e.V. anlässlich des diesjährigen Weltwassertags am 22. März. Weltweit fehlt es rund 2,2 Milliarden Menschen an sauberem Trinkwasser und 4,2 Milliarden leben ohne Zugang zu angemessenen sanitären Einrichtungen. Auch im Norden Malawis, wo der Verein aktive Hilfe leistet, sind drei Viertel der Bevölkerung betroffen. Nicht selten sind die Menschen bei der Versorgung mit Wasser auf verschmutzte Wasserlöcher oder entfernt liegende Fluss- und Bachläufe angewiesen, die zeitweise auch austrocknen. Für die Gesundheit der Menschen hat dies katastrophale Folgen.

Frauen am Brunnen

Durch die Errichtung von Brunnen trägt der Verein dazu bei, die gesundheitliche Situation und die Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern. Bisher konnten 55 Tiefbrunnen finanziert werden. Um diese langfristig gegen Verschmutzung abzusichern, wurden in den betroffenen Kommunen gleichzeitig Latrinen mit einfachen Sanitäranlagen errichtet. Die Bewohner sind in die Pflege der Brunnen eingewiesen und von der Regierung ausgebildete Techniker stellen den reibungslosen Betrieb sicher.

Sauberes Wasser bedeutet weniger Erkrankungen besonders auch bei Kindern. Es macht das aufwendige Abkochen von kontaminiertem Wasser überflüssig, Dadurch wird Feuerholz eingespart und die Freisetzung von klimaschädlichem Kohlendioxid reduziert. Für Frauen und Mädchen entfallen die oft langen Wege zur Wasserbeschaffung. Sie haben mehr Zeit für sich und für die Familie.

Zu mehr Klimaschutz und zur Verbesserung des Grundwasserspiegels trägt auch die von der Malawihilfe geförderte Aufforstungsinitiative bei. Bisher wurden im Rahmen des Projekts insgesamt 214.150 Baumsetzlinge und 8.550 Obstbäume gepflanzt.