Flutkatastrophe im Süden Malawis

Der tropische Wirbelsturm „Idai“ hat auch in Malawi eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nachfolgende verheerende Überschwemmungen haben einen Großteil des Südens Malawis getroffen. Ende Januar gab es heftige und lang anhaltende Regenfälle. Der Fluss Shire ist über die Ufer getreten. Das Wasser hat alles mitgerissen, Häuser, Menschen, Vieh, Brücken sind zerstört. Die Felder wurden überschwemmt und haben die für den Monat Mai vorgesehene Ernte vernichtet.

230.000 *) Menschen sind obdachlos. Unter der Katastrophe leiden mittlerweile 900.000 *) Menschen. Dazu kommen noch viele Flüchtlinge aus Mosambik. Ein Teil der Menschen haben in Aufnahmelagern und Schulen Zuflucht gefunden. Die Armen, die sowieso täglich ums Überleben kämpfen müssen, sind besonders betroffen. Bis zur nächsten Ernte im Herbst sind die Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Sie benötigen dringend Saatgut.

Verunreinigtes Wasser führt zur Verbreitung von Krankheiten wie Cholera, was zu den häufigsten Todesursachen im afrikanischen Raum zählt. Aber auch die Gefahr von sehr viel mehr Malariaerkrankungen wächst. Malaria und Cholera bleiben eine der gefährlichsten Krankheiten im südlichen Afrika. So werden dringend Wasserentkeimungstabletten, Tabletten gegen Cholera und Malaria benötigt. Kommt zur Malariaerkrankung noch eine Grippe dazu, sterben viele Menschen, da der Körper dann extrem geschwächt ist. Darüber hinaus benötigen die Krankenhäuser im Süden Malawis auch sehr viel mehr medizinisches Verbrauchsmaterial wie Katheder, Spritzen, Untersuchungshandschuhen usw.

Die Nahrungsmittel im Land haben sich bereits um ein vielfaches verteuert. Aber in Malawi zeigt sich auch eine beispiellose Solidarität von dem Nachbarland Sambia und unter den Einheimischen Malawis. Diejenigen im Land, die nicht von der Katastrophe betroffen sind, helfen wie Geschäftsleute, Banken, Kirchen. Aber auch die selbst wenig haben, teilen mit denen, die jetzt ganz besonders Hilfe benötigen.  Und da diese Naturkatastrophe ja nicht nur Malawi, sondern noch heftiger Mosambik und auch Simbabwe getroffen hat, konzentrieren sich die meisten großen Hilfsorganisationen wohl zurzeit auf Mosambik.

Auch das bitterarme Malawi leidet immer häufiger unter dem Klimawandel. Früher gab es regelmäßige und verlässliche Regenzeiten. Aber seit ca. 10 Jahren sind die dramatischen Veränderungen zu spüren. Erst 2016 gab es in Malawi eine furchtbare Hungersnot, denn nach Überschwemmungen wurde die nächste Ernte durch Dürre vernichtet. Im vergangenen Jahr gab es große Überschwemmungen in und um die Hauptstadt Lilongwe.

Wie soll das weitergehen?

Nur wenn wir alle umdenken und dementsprechend handeln, können wir vielleicht noch den Klimawandel stoppen – und – dazu brauchen wir mehr Engagement und Gottes Geleit. Wir engagieren uns seit über 15 Jahren durch Aufforstung gegen den Klimawandel und konnten bisher fast 200.000 Baumsetzlinge und 7.800 Obstbäume spenden.

Durch unseren Spendenaufruf kürzlich in der Gelnhäuser Neuen Zeitung, GNZ kamen 2.035 € zusammen. Unsere Mitarbeiterin Omega Kaunda ist in den Süden gefahren und hat sich selbst ein Bild gemacht von der derzeitigen Situation. Sie hat darum gebeten, von den bisherigen Spenden Saatgut zu kaufen. Wir haben im Süden des Landes einen direkten Kontakt und unsere Mitarbeiterin wird selbst das Saatgut für die Aussaat, die in den nächsten Wochen dringend nötig ist, verteilen.  Hilfe für das geschundene Malawi ist noch lange von Nöten. Deshalb bitten wir um weitere dringend notwendige Hilfe.

Anbei ein Filmbeitrag über das Ausmaß der Katastrophe. Film ansehen

Ganz herzlichen Dank für Ihre Hilfe, die wir auch von unserer Mitarbeiterin Omega an Sie weitergeben möchten.

Bankverbindung:  Kreissparkasse Gelnhausen,

IBAN: DE24 5075 0094 0008 0100 47. Wegen der Spendenbescheinigung, die in der Regel Anfang November versandt wird, bitte im Verwendungszweck die Anschrift angeben.

*) lt. Statistik der Vereinte Nationen UN und OXFAM.