Aufforstung

Holz ist für die meisten Menschen in Malawi das einzige verfügbare Brennmaterial. Auch Tabakproduzenten verbrauchen viel Holz, indem jedes Jahr Unterstände gebaut werden müssen zum trocknen der Tabakblätter. Da die überdurchschnittlich hohe Abholzungsrate lange Zeit nicht durch ausreichende Aufforstungsmaßnahmen ausgeglichen wurde, gingen jährlich tausende Hektar Wald verloren. In den letzten 25 Jahren ist die bewald

Hier werden Setzlinge verladen und zum Pflanzen an ihren Bestimmungsort gebracht.

Hier werden Setzlinge verladen und zum Pflanzen an ihren Bestimmungsort gebracht.

ete Fläche des Landes von 47% auf 28% zurückgegangen. Die Folgen sind katastrophal: Auf Dürren folgen Überschwemmungen, da der erodierte Boden kein Wasser speichern kann.

In den letzten Jahren hat erfreulicherweise ein massives Umdenken stattgefunden. Das Bewusstsein, dass die Vernichtung der Wälder gestoppt werden muss, um den eigenen Lebensraum zu erhalten, breitet sich mehr und mehr aus. Einige Jahre hat auch die malawische Regierung Anstrengungen unternommen und bis 2010 Subventionen zur Aufforstung bereitgestellt. Wegen fehlender Mittel wurde diese Hilfe jedoch leider wieder eingestellt. Umso mehr sind private Initiativen gefordert.

Bereits 2003 haben wir damit begonnen, Aufforstungsprogramme zu finanzieren. Insgesamt wurden mit unserer Hilfe bisher über 200.000 Bäume sowie über 7.000 Obstbäume gepflanzt. Die Aktivitäten unseres regionalen Partners werden von der zuständigen Forstbehörde begleitet.

Unter einfachen Überdachungen sind die Setzlinge vor Sonne und Regen geschützt.

Es werden Kiefern und einheimische tropische Bäume gezogen. Die Auspflanzung erfolgt in der Regenzeit Dezember/Jan

uar. Die Dorfgemeinschaften sind bei der unter fachlicher Anleitung durchgeführten Pflanz- und Pflegearbeiten sehr aktiv. Seit wenigen Jahren beteiligen sich massiv auch Firmen, weitere NGO,s und private Initiativen an Aufforstungsprogrammen. Gerne werden hierbei auch Schulklassen eingesetzt, um das Umweltbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu sensibilisieren.